

Nachruf
Prof. Dr. Erwin Eder
Am 25. Januar 2012 verstarb im Alter von 65 Jahren völlig überraschend Prof. Dr. Erwin Eder, Arbeitsgruppenleiter am Lehrstuhl für Toxikologie des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie unserer Universität. Es ist noch schwer zu fassen, da er bis vor kurzem aktiv und gesund im Tagesgeschehen mit uns interagierte. Wir möchten hier unserer Trauer über den plötzlichen Verlust Ausdruck verleihen.
Erwin Eder hat nach einem Studium der Chemie seine Neigung für toxikologische Fragestellungen, insbesondere zu Wirkmechanismen in der chemischen Kanzerogenese, entdeckt. So habilitierte er sich im Jahr 1983 an unserem Lehrstuhl für das Fach Toxikologie und Pharmakologie und wurde im Jahr 1991 zum Professor ernannt. Fachliche Schwerpunkte waren die Analyse von DNA-Adduktbildung und ihre gentoxischen sowie kanzerogenen Auswirkungen. Dabei untersuchte er die Bedeutung von Nahrungsinhaltsstoffen wie Fettsäuren und Eisen, sowie Möglichkeiten und Mechanismen antioxidativer chemopräventiver Maßnahmen durch Substitution mit Selenverbindungen, antioxidativen Vitaminen und Ölen. Damit hat er die Forschung am Lehrstuhl über viele Jahre stark mitgeprägt und war Teil übergreifender Zusammenarbeiten (Sonderforschungsbereich „Mechanismen kanzerogener Primärveränderungen“) sowie Leiter eigener Projekte (z.B. gefördert von der Deutschen Krebshilfe und dem WCRF). National wie auch international hat er dieses Forschungsfeld ganz wesentlich mitbestimmt.
Wir kannten ihn als engagierten, weltoffenen und gewissenhaften Forscher, und er hat uns als Hochschullehrer und Kollege immer mit seiner kooperativen, freundlichen, hilfsbereiten und geduldigen Art beeindruckt. Uns bleibt nur, uns immer mit größter Wertschätzung für seine Arbeit und Bewunderung für seine Persönlichkeit an ihn zu erinnern.
Helga Stopper


