piwik-script

Intern
    Lehrstuhl für Toxikologie

    Zebrafisch-Embryonen als Teil einer integrativen Teststrategie zur Prüfung auf Nephrotoxizität

    Während der 2007 veröffentlichte Bericht des US National Research Council (NRC) “Toxicity Testing in the 21st Century: A Vision and A Strategy“ (Tox21) einen vollständigen Paradigmenwechsel in der toxikologischen Prüfung und Risikobewertung weg von apikalen Endpunkten für Toxizität im Tier hin zu in vitro Hochdurchsatzverfahren in Zell-basierten Testsystemen vorsieht, zeigen erste Erfahrungen, dass Zell-basierte Systeme, die komplexe Vorgänge im Organismus in der Regel nicht oder nur unzureichend widerspiegeln, alleine derzeit keine hinreichend verlässlichen Aussagen über mögliche Gesundheitsrisiken von Arzneimitteln und Chemikalien erlauben.  Es besteht jedoch Konsens, dass ein erster Schritt hin zu tierversuchsfreien Methoden in der Entwicklung von mehrstufigen Teststrategien liegt, die moderne in silico Methoden, in vitro Bioaktivitätsassays und quantitative in vitro-in vivo Extrapolation (Stufe 1) mit Untersuchungen an alternativen Modellorganismen (Stufe 2) und – wenn nötig – konventionellen Guideline-Studien (Stufe 3) integrieren. Untersuchungen an Embryonen des Zebrabärblings (Danio rerio), die nach den Regelungen des Tierschutzgesetzes bis zum 5. Tag nach der Befruchtung nicht als Tierversuch sondern als in vitro Tests eingestuft werden, eignen sich in besonderer Weise als Alternativmodell für Toxizitätsscreening, das einerseits Kosten-effizient und Mittel- bis Hochdurchsatz-fähig ist, auf der anderen Seite - anders als Zell-basierte Assays - die physiologischen Gegebenheiten im Gesamttier, insbesondere Kinetik und Biotransformation, besser widerspiegelt.

    In Ergänzung zu bestehenden Forschungsvorhaben, die in silico und in vitro Prädiktionsmodelle (BMBF Projekt Risk-IT, Fkz031L0019A) für schädigende Wirkung auf die Niere als ein wichtiges, exemplarisches Zielorgan für systemische Toxizität von Fremdstoffen adressieren, wird im Projekt die grundsätzliche Eignung von Embryonen des Zebrabärblings als Teil einer mehrstufigen, für regulatorische Entscheidungen geeigneten Teststrategie zur Prüfung auf Nephrotoxizität untersucht, um Einschränkungen von in vitro Tests zu überwinden und die Lücke zwischen Zell-basierten Hochdurchsatz Screening Assays und Toxizitätsprüfungen am Tier zu schließen. Damit soll die zur toxikologischen Prüfung zur Verfügung stehende in silico/in vitro Toolbox sinnvoll ergänzt werden, so dass insgesamt eine verlässliche Bewertung des Risikos basierend auf tierversuchsfreien Methoden erreicht werden kann.

    Hinweis zum Datenschutz

    Mit 'OK' verlassen Sie die Seiten der Universität Würzburg und werden zu Facebook weitergeleitet. Informationen zu den dort erfassten Daten und deren Verarbeitung finden Sie in deren Datenschutzerklärung.

    Hinweis zum Datenschutz

    Mit 'OK' verlassen Sie die Seiten der Universität Würzburg und werden zu Twitter weitergeleitet. Informationen zu den dort erfassten Daten und deren Verarbeitung finden Sie in deren Datenschutzerklärung.

    Kontakt

    Lehrstuhl für Toxikologie
    Versbacher Straße 9
    97078 Würzburg

    E-Mail

    Suche Ansprechpartner

    Medizin, Geb. E6