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    Lehrstuhl für Toxikologie

    Arbeitsgebiete

    Unsere Arbeiten beschäftigen sich mit Mechanismen der Biotransformation von Fremdstoffen und der Rolle von Biotransformationsreaktionen in organspezifischen toxischen Wirkungen. Viele der früheren Arbeiten haben sich auf Mechanismen der Kanzerogenität in der Niere von Nagetieren konzentriert (SFB-172), in der letzten Zeit sind jedoch neue Zielorgane (Herz, Leber) dazu gekommen. Die meisten unserer Arbeiten verwenden moderne analytische chemische Methoden (Hochdruckflüssigkeitschromatographie, Gaschromatographie, Massenspektrometrie, immunchemische Methoden) zur Charakterisierung und quantitativen Erfassung von Fremdstoffmetaboliten und ihren Reaktionsprodukten mit biologischen Makromolekülen.

    Neben Forschungsprojekten führen wir auch auf Auftrag analytisch-chemische Messungen zur Bestimmung von Schadstoffen in verschiedenen Proben (Material, Hausstaub, Blut) und toxikologische Bewertungen von Stoffen in bestimmten Umweltsituationen und in Innenräumen durch.

    Schwerpunkte

    Schwerpunkte der Arbeitsgruppe Dekant sind pharmakokinetische Studien von Fremdstoffen. Dazu zählen sowohl Xenobiotika (Bisphenol A, Daidzein, Tetrabrombisphenol A, Ochratoxin A) als auch Arzneimittelwirkstoffe.
    In vitro Versuche zur Metabolisierung mit rekombinanten Cytochrom P450-Enzymen, humanen Lebermikrosomen, Leber- und Nierenmikrosomen von Ratten werden routinemäßig nach SOP's durchgeführt.
    In vivo Versuche werden sowohl am Rattenmodell als auch mit ausgewählten Substanzen im Menschen nach kontrollierter Exposition durchgeführt.
    Für die Isolierung der Substanzen und ihrer Metabolite aus Matrix (Urin, Plasma, Inkubationslösungen, Zellkulturüberständen) werden gängige Extraktionsverfahren (z.B. SPE) und zur Anreicherung gängige Verfahren (Speed Vac, Gefriertrocknung) angewendet.
    Zur Identifizierung der gebildeten Metabolite werden folgende Analyseverfahren verwendet:

    • HPLC-UV (DAD, FWD, Agilent)
    • HPLC-FLD (Agilent)
    • GC-MS (NCI, EI, Fisons, Agilent)
    • HPLC-MS-MS (Triple Quad, Q-TRAP, Applied Biosystems)

    Insbesondere die HPLC-MS-MS Methodik eignet sich ideal für den Nachweis von hydrophilen Metaboliten in unterschiedlicher Matrix. Die Triple Quad-Technik ist dabei aufgrund der Spezifität und der Sensitivität (substanzabhängig bis in den unteren fmol-Bereich) optimal für die Quantifizierung der Metaboliten in pharmakokinetischen Studien geeignet. Die neue Q-Trap-Technik vereinigt die Triple Quad und die Ion-Trap-Technik und eignet sich durch die Nutzung der Ion-Trap-Funktion ideal für die Identifizierung unbekannter Analyten.
    Alle Methoden werden nach der Entwicklung als SOP's niedergeschrieben und nach GLP-Richtlinien verwendet.

    Pharmkokinetische Studien wurden bereits im Rahmen von Drittmittel-Projekten mit mehreren Industriepartnern (Merck KgaA, Roche, Aventis, ) und anderen Trägern (UBA, EU, EPA, schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG) durchgeführt.



    Aus Drittmitteln geförderte Projekte

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    Lehrstuhl für Toxikologie
    Versbacher Straße 9
    97078 Würzburg

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